DIE INITIATIVE
ZUR UNTERSTÜTZUNG WEIBLICHER NACHFOLGE IN UNTERNEHMEN

Die Initiative generation töchter wurde 2012 in Nürnberg ins Leben gerufen. Die beiden Gründerinnen, Dr. Daniela Jäkel-Wurzer und Kerstin Flohr, verbindet damals wie heute ein Ziel: weibliche Nachfolge in Familienunternehmen zu fördern.

Aus ihrer jeweiligen Praxisperspektive, der externen und internen Beratung von Nachfolgeprozessen, stellen die Initiatorinnen seit vielen Jahren fest, dass es noch zu wenige Frauen gibt, die die Übernahme von familiengeführten Unternehmen anstreben.
Um die eigene Wahrnehmung auf den Prüfstand zu stellen und Ansatzpunkte für die Förderung weiblicher Nachfolge zu finden, galt es zunächst einige Fragen zu beantworten:

  • Wie viele Frauen treten tatsächlich eine Unternehmensnachfolge an?
  • Unterscheidet sich Töchternachfolge wesentlich von der Nachfolge durch Söhne?
  • Müssen Töchter auch heute noch männliche Konkurrenz fürchten?
  • Wie können Nachfolgerinnen unterstützt werden?
  • Wie wichtig ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

DIE ERSTE STUDIE

Schnell war klar, dass das erste Projekt der Initiative eine groß angelegte Studie sein würde, eine Art Bestandsaufnahme der Töchterrollen in mittelständischen Unternehmen.
Die erste Studie „Weibliche Unternehmensnachfolge – gestern – heute – morgen“, die 2013 in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt aufgelegt wurde, stieß auf große Resonanz.
2013 veröffentlichten Daniela Jäkel-Wurzer und Kerstin Flohr die wichtigsten Studienergebnisse zunächst in einer 16-seitigen Studienpräsentation. Im Herbst 2014 ist ihr Buch „Töchter im Familienunternehmen“ erschienen.

BEACHTLICHES NETZWERK

Mittlerweile ist generation töchter zu einem beachtlichen Netzwerk herangewachsen, dem sich immer mehr Nachfolgerinnen anschließen.
Die Initiative hat das Ziel auch weiterhin wichtigster Taktgeber für Wissen und Forschung zu zentralen Themen wie z. B. weibliche Nachfolge und Geschwistertandem zu sein. Hierfür engagiert sie sich für die Durchführung weiterer Studien, Vernetzung von Unternehmerinnen, Mentoring und Wissensweitergabe durch Vorträge und Publikationen.
Die bisherigen Erfahrungen der Initiative haben eines ganz deutlich gezeigt: Die Leistungen der Unternehmerinnen sichtbar zu machen und sie zum Austausch zusammenzubringen, ist einer der besten Wege, um weibliche Nachfolge zu fördern.
Die Initiative generation töchter wird auch zukünftig ihren Beitrag dazu leisten.

VERANSTALTUNGEN//VORTRÄGE

20.10.2016 | She's Mercedes Lounge Event, Frankfurt
25.10.2016 | BVMW Veranstaltung in Vechta
04.11.2016 | Nachfolgeforum vom Klub der Nachfolger

STIMMEN
AUS UNSEREM BUCH

Vanessa Weber | Werkzeug Weber GmbH & Co. KG

„Tolle Initiative. Nachfolgerinnen zu unterstützen ist mir wichtig und liegt mir deshalb sehr am Herzen- Fazit: Weiter so!“

Annette Roeckl
Roeckl Handschuhe & Accessoires GmbH & Co. KG


„Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt. Dass man nicht nur macht, was man macht, sondern sich darin auch zeigt. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass Frauen sichtbar werden als Verantwortung tragende Frauen, um auf selbstverständliche Weise das Gesellschaftsbild anzureichern.“

Rosely Schweizer (geb. Oetker)
Unternehmerin und Politikerin


„Wer immer versteht, was er tut, lebt unter seinem Niveau. Man muss immer mal wieder einen Schritt nach vorne gehen, auch wenn man nicht genau weiß, was einen erwartet und ob man das wirklich hinkriegt.“

Daniela Singer | Schmetterling Reisen

„Es hat mir viel Freude bereitet an dem Projekt GT mitzuarbeiten. Zumal ich gesehen habe, dass es immer wieder die gleichen Themen sind die die Generationen beschäftigen. Ich kann nur jeder Tochter als Tipp mitgeben, genau zu definieren was sie will und das auch konkret zu kommunizieren.“

Dr. Antje von Dewitz | VAUDE Sport GmbH & Co. KG

„Wir haben 31 Kinderbetreuungsplätze, wir haben sämtliche Formen der Flexibilität, Führung in Teilzeit. Das tut dem Klima gut, das tut der Leistung gut, und das tut auch unsere Marke auch wahnsinnig gut. Wir sind Mittelständler – wir können uns kein Image kaufen. Wir müssen versuchen, mit dem was wir tun, nach außen zu strahlen.“

Birgit Werner-Walz | BENSELER-Firmengruppe

„Man bekommt ein handfestes Rezept mit und dann merkt man, dass man alles doch erst mal selber backen muss.“

Alexandra Seger | Schreinerei Seger GmbH

„Einmalige Studie, interessante Teilnehmerinnen, professionelle Ausführung, super persönlicher Kontakt!“

Christine Bruchmann | Fürst Gruppe Nürnberg

„Das Wichtigste für den späteren Wiedereinstieg ist, dass die Mitarbeiterinnen während ihrer Elternzeit den Kontakt zur Firma halten und nicht drei Jahre einfach ganz weg sind.“

Cordula Schulz | SCHULZ FLEXGROUP GmbH

„Mir ist es egal, ob ich eine Frau oder einen Mann anstelle. Die Qualität und die Kompetenz müssen stimmen und die Nachhaltigkeit“

Dagmar Bollin-Flade | Christian Bollin Armaturenfabrik GmbH

„Das ist eine Frage der Präsenz. Also in Punkten, wo es wirklich wichtig für die Kinder war, waren wir immer Ansprechpartner und waren auch immer vor Ort und das halte ich für das Wichtigste.“

Dr. Christiane Heunisch-Grotz | Gießerei Heunisch GmbH

„Der Einzige, der immer, wirklich immer an mich geglaubt hat, das war mein Vater. Er hat niemals daran gezweifelt, dass ich das schaffen würde.“

Kathrin Wickenhäuser | Wickenhäuser & Egger AG

„Ich glaube ohne den Vater im Hintergrund hätte ich diese Chancen in den Verbänden und Netzwerken nicht bekommen. Also er hat schon viel abgegeben um mir den Weg frei zu machen.“

Kirsten Hirschmann | Hirschmann Laborgeräte GmbH & Co. KG

„Das Entscheidende war, dass ich mich nicht in das Büro meines Vaters gesetzt und gesagt habe „Ich bin die Chefin“. Vielmehr war ich hier wirklich an der Basis."

Marie-Christine Ostermann | Rulko Großeinkauf GmbH & Co. KG

„Die extern verbrachte Zeit war eigentlich die hilfreichste. Mein Tipp: Vor der Übernahme woanders gucken! Es sollte auch möglichst nicht die gleiche Branche sein.“

Nicole Kobjoll | Schindlerhof Klaus Kobjoll GmbH

„Es ist ein guter Weg, über ein Projekt in die Nachfolge einzusteigen, mit dem du nicht verglichen werden kannst.“

Nicole Loeb-Furrer | Loeb Holding

„Ich habe Bedingungen gestellt. Ich hätte nie meine Kinder nur fremd betreuen lassen. Ich denke, gerade wenn es Unternehmen sind, die familiengeführt sind, ist das ja möglich.“

Petra Schmidtkonz | Mühlmeier GmbH & Co. KG

„Es hängt schon sehr viel davon ab, wie man mit Menschen umgeht. Das ist nicht unbedingt eine Sache des Wissens also des Erlernens, sondern das Gefühl für seine Mitmenschen zu haben.“